Fühlen verändert Führen – Rückblick auf unser Workplace Women Network Meet-up mit Katrin Neff über Emotionen in Führung
- Diana Winzer

- 9. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Ein Abend über Emotionen, Führung und echte Verbindung im Sedus Hub Hamburg
Es gibt Veranstaltungen, die lange nachwirken. Unser jüngstes Workplace Women Network Meet-up im Sedus Hub Hamburg war genau so ein Abend.
Schon vor dem offiziellen Start war die besondere Atmosphäre spürbar. Bekannte Gesichter trafen auf neue Teilnehmerinnen, erste Gespräche entstanden und schnell wurde deutlich, was das Workplace Women Network ausmacht: ein geschützter Raum für ehrlichen Austausch, persönliche Entwicklung und echte Begegnungen auf Augenhöhe.
Mit ihrem Impuls „Fühlen verändert Führen. Fühlen erleichtert Führen.“ hat Katrin Neff einen Abend gestaltet, der bewegt, inspiriert und zum Nachdenken angeregt hat.
Warum Emotionen eine Schlüsselkompetenz moderner Führung sind
In vielen Unternehmen werden Emotionen noch immer als etwas betrachtet, das im beruflichen Kontext möglichst wenig Raum einnehmen sollte. Doch genau hier setzte Katrin Neff an. Denn aus neurobiologischer Sicht entstehen Emotionen automatisch. Sie lassen sich nicht einfach abschalten oder ignorieren. Sie sind da – unabhängig davon, ob wir sie bewusst wahrnehmen oder nicht.
Emotionen in der Selbstführung: Warum wir uns selbst zuerst verstehen müssen
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob wir Emotionen haben, sondern wie wir mit ihnen umgehen.
Für moderne Führung bedeutet das: Wer die eigenen Gefühle besser versteht, kann bewusster kommunizieren, klarere Entscheidungen treffen und authentisch führen.
Jede Emotion hat eine positive Absicht
Eine der stärksten Erkenntnisse des Abends war die Frage nach der Funktion von Emotionen.
Emotionen sind keine Störfaktoren. Sie sind Informationen.
Jede Emotion verfolgt eine positive Absicht:
Wut unterstützt uns dabei, Grenzen zu setzen.
Trauer hilft uns, loszulassen und gleichzeitig wichtige Verbindungen zu bewahren.
Angst macht auf mögliche Risiken aufmerksam.
Liebe und Verbundenheit stärken Beziehungen und Vertrauen.
Stolz fördert Selbstwirksamkeit und Motivation.
Diese Perspektive verändert den Blick auf Emotionen grundlegend. Statt sie zu bewerten oder zu unterdrücken, können wir lernen, ihre Botschaften zu verstehen und konstruktiv zu nutzen.
Was die ersten 30 Sekunden mit Führung zu tun haben
Besonders spannend war der Einblick in die unbewussten Prozesse unseres Gehirns.
Rund 95 Prozent unserer Wahrnehmung laufen unbewusst ab. Auch die ersten Eindrücke, die wir von anderen Menschen gewinnen, entstehen innerhalb weniger Sekunden automatisch.
Die Bewertungen, Gefühle und Annahmen, die dabei entstehen, sind höchst individuell. Sie basieren auf unseren Erfahrungen, Prägungen und persönlichen Denkmustern.
Für Führungskräfte bedeutet dieses Wissen vor allem eines:
Bewusstsein schafft Handlungsspielraum.
Wer die eigenen Wahrnehmungsfilter kennt, kann reflektierter handeln und Beziehungen bewusster gestalten.
Emotionalität ist keine Schwäche – sondern eine Stärke
Viele Frauen kennen Aussagen wie:
„Du bist zu emotional.“
Ein Satz, der häufig als Kritik verstanden wird.
Der Abend hat einmal mehr gezeigt, dass Emotionen keine Schwäche darstellen. Im Gegenteil: Der bewusste Umgang mit Gefühlen ist eine zentrale Zukunftskompetenz für Führungskräfte.
Emotionale Intelligenz ermöglicht:
bessere Kommunikation
stärkere Beziehungen
mehr Empathie
konstruktive Konfliktlösung
authentische Führung
Gerade in einer Arbeitswelt, die von Veränderung, Komplexität und Zusammenarbeit geprägt ist, wird diese Fähigkeit immer wichtiger.
Ein Safe Space für Austausch, Wachstum und Female Leadership
Neben den fachlichen Impulsen war es vor allem die besondere Atmosphäre, die diesen Abend geprägt hat. Innerhalb kürzester Zeit entstand ein Raum voller Vertrauen, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung. Frauen, die sich zuvor oftmals nicht kannten, teilten Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven. Es wurde zugehört, nachgefragt, gelacht und reflektiert. Genau diese Mischung aus persönlicher Entwicklung, beruflichem Austausch und echter Verbundenheit macht das Workplace Women Network aus.

Danke für einen inspirierenden Abend
Ein herzliches Dankeschön geht an:
Katrin Neff für ihre Klarheit, ihren Humor und ihre beeindruckende Empathie.
Doreen Vetter, Rowina Margarethe Sell und Merle Brandt für das großartige Setup und die Gastfreundschaft im Sedus Hub Hamburg.
Alle Teilnehmerinnen, die mit ihrer Offenheit und Wärme diesen besonderen Raum geschaffen haben.
Michelle Mahler, die die Vision des Workplace Women Network gemeinsam trägt und weiterentwickelt.
Wir freuen uns auf die nächsten Workplace Women Network Events
Abende wie dieser zeigen, wie wertvoll Räume für Austausch, Reflexion und gegenseitige Unterstützung sind.
Das Workplace Women Network verbindet Frauen, die sich beruflich und persönlich weiterentwickeln möchten. Es schafft Begegnungen, neue Perspektiven und nachhaltige Verbindungen.
Nach der Sommerpause freuen wir uns auf viele weitere inspirierende Veranstaltungen, spannende Impulse und neue Begegnungen.

Unsere nächsten Termine in Präsenz:
10.9.26 ab 17:30 Uhr mit Annabelle Oymann
Coach und Trainerin für mehr Präsenz, Stimme und Körpergefühl
Ein Praxisimpuls für Präsenz und Stimme
01.10.26 ab 17:30 Uhr mit Sylvia Schultz,
Transformation & Change Manager Körber Technologies
“How to Workplace Change: Der Wandel der Arbeitswelt für Verwaltungs- und Shop Floor-Mitarbeitende im Körber Neubau”
26.11.26 ab 17:30 Uhr mit Emilia Benz
Holistic Female Coach & Mindful Business Expertin
„Weibliche Produktivität beginnt nicht auf der To-Do-Liste“
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